Welcher Duft-Typ bist du in der Meditation? – Aus dem Nähkästchen geplaudert:
Ein sanfter Duft kann eine wunderbare Brücke sein, um im Hier und Jetzt anzukommen, den Alltag hinter sich zu lassen und tief in die Entspannung einzutauchen. Doch so individuell wie wir selbst sind, so unterschiedlich reagiert auch unsere Nase auf verschiedene Duftquellen.Was den einen sofort in die Ruhe führt, kann für den anderen schon nach wenigen Minuten ein Störfaktor sein. Und sobald sich der Verstand meldet mit: „Oha, das nervt mich aber gerade!“, ist der Meditations-Flow dahin.
Räucherstäbchen & Räuchern: Zauberhaft, aber intensiv...
Räucherstäbchen haben ihren ganz eigenen Charme. Der sanft aufsteigende Rauch ist visuell enorm inspirierend und stimmungsvoll. In den ersten Minuten genieße ich diese Atmosphäre sehr. Doch nach einer Weile wird mir der Geruch oft zu intensiv. Die Konsequenz? Ich müsste aufstehen und es ausmachen – was mich sofort wieder aus der Entspannung reißt.
Ähnlich geht es mir beim Räuchern auf dem Sieb einer Aromalampe: Zwar brennt hier nichts direkt an, aber je länger das Räuchergut auf dem Gitter liegt, desto mehr verändert sich der Duft von aromatisch zu leicht verbrannt. Auch das lenkt meinen Fokus ungewollt ab.
Meine Lieblingslösung: Ätherische Öle! Nach vielen Versuchen bin ich bei ätherischen Ölen hängen geblieben. Sie behalten ihre gleichmäßige Note, ohne sich im Laufe der Zeit unangenehm zu verändern. Wenn du öfter mit Ölen arbeitest, passe bitte immer auf, dass du nur Öle wählst, die du hautnah gut verträgst.
Hier sind meine drei liebsten Methoden, um Duft sanft in die Praxis einzubinden:
Direkt auf die Haut: Ein winziger Tropfen des passenden Öls auf die Fingerspitzen – und sanft auf das dritte Auge (die Stirnmitte) oder die Schläfen getupft..
In die Aura fächeln: Du verreibst einen Tropfen in den Handflächen und fächelst dir den Duft mit leichten, fließenden Handbewegungen vor dem Gesicht in deine Aura – fast wie kleine Flügelbewegungen.
Das Wattepad vor dem Fokus-Objekt: Wenn ich mit einem visuellen Anker meditiere – zum Beispiel einem schönen Bergkristall-Obelisken –, gebe ich 2 bis 3 Tropfen Öl auf ein kleines Wattepad und lege es direkt vor mich neben den Kristall. So steigtder Duft ganz dezent auf, ohne aufdringlich zu werden.
Wie ist das bei dir? Brauchst du absolute Duft-Neutralität oder hast du dein ganz eigenes Ritual gefunden, um die Außenwelt außen vor zu lassen?
Wenn du ganz, ganz vorsichtig sein möchtest: zum Benutzen auf der Haut kannst du dein Öl auch vorher mit fettem Basisöl mischen (Mandel- oder Jojobaöl z.B.)
